KBA: Maschinenspezifische Ersatzteilkataloge mit CATALOGcreator®

Die weltweit tätige KBA-Unternehmensgruppe fertigt u.a. Sondermaschinen individuell nach Kundenwünschen. Zukünftig erhalten Vertretung und Kunden für jede Maschinenkonfiguration einen eigens erstellten Ersatzteilkatalog, der mit Hilfe der Software CATALOGcreator® generiert wird.

Koenig & Bauer AG (KBA)

Die Unternehmensgruppe Koenig & Bauer ist mit dem breitesten Produktprogramm der Branche einer der größten Druckmaschinenhersteller der Welt. Muttergesellschaft ist die 1817 gegründete Koenig & Bauer AG (KBA). Heute sorgt ein globales Netz von Vertretungen für den weltweiten Absatz der KBA-Druckmaschinen. Die rund 7.800 Mitarbeiter der KBA-Gruppe erwirtschafteten einen Umsatz von über 1.400 Mio. Euro im Jahr 2006.

KBA ist einer der größten Druckmaschinenhersteller der Welt. Mit der Mittelformat-maschine Rapidia 105, die bis zu 18.000 Bogen pro Stunde produziert, setzt KBA neue  Standards in der Branche.

kba1Ausgangspunkt

KBA fertigt neben Standard-Druckmaschinen auch Sondermaschinen individuell nach Kundenwünschen. Ersatzteilkataloge gab es aber nur für die jeweilige Modellserie. Um den gestiegenen Kundenanforderungen Rechnung zu tragen, sollte künftig für jede Maschinenkonfiguration eine spezifische Ersatzteildokumentation mitgeliefert werden.

Bisher hatte KBA die Ersatzteilkataloge für die Druckmaschinen in Papierform und als PDF-Dokument an die Vertretungen und Kunden ausgeliefert. Mit dem Zeichenprogramm Isodraw wurden nötige Änderungen an den 2D-Grafiken durchgeführt und das Katalog-Layout anschließend mit PageMaker designed. Dieser Prozess gestaltete sich zunehmend aufwändiger.

„Die wichtigsten Argumente für die Einführung einer Ersatzteilkatalog-Software waren die Notwendigkeit, den Workflow im Ersatzteilwesen effektiver zu gestalten und unseren Kunden einen bestmöglichen Service im Ersatzteilwesen zu bieten,“ erklärt Tim Hellwig, Projektingenieur bei KBA.

Anforderungen

Für alle Modellkonfigurationen der Druckmaschinen sollten zukünftig eigene Kataloge auf CD mitgeliefert werden und zusätzlich auch als Online-Version verfügbar sein. Wichtige Anforderungen an eine Ersatzteilkatalog-Software waren deshalb:

· Einfache Datenübernahme von Grafiken aus dem CAD-Programm
· Schnelle Aktualisierbarkeit der Kataloge für CD und Internet
· E-Commerce als Standard · Suchfunktion nach Sachmerkmal und Bezeichnung
· Mehrsprachigkeit u.v.m.


kba2Lösung

Ein intensiver Auswahlprozess sollte die am besten für das Unternehmen geeignete Ersatzteilkatalog-Software herausfiltern. Dazu lud KBA ab Mitte 2004 nach und nach verschiedene Anbieter ein und führte jeweils intensive Tests mit den Software-Produkten durch. Ende 2005 fiel dann die Wahl zu Gunsten der Software für elektronische Produkt- und Ersatzteilkataloge CATALOGcreator® aus.

„Neben dem CD-Katalog sollen zukünftig vor allem Web-Kataloge unseren Service für die Kunden wesentlich verbessern. Die Software CATALOGcreator® brachte die besten Voraussetzungen mit, um die Kataloge auch im Internet optimal zu präsentieren,“ erklärt Tim Hellwig zum Prozess der Entscheidungsfindung. Webbasierte Kataloge, die mit dem CATALOGcreator® erzeugt werden, benötigen keine zusätzlichen Installationen auf Nutzerseite und sind so online einfach zugänglich.

Bei Koenig & Bauer wird zukünftig für jede individuell erstellte Druckmaschine ein eigener Ersatzteilkatalog auf CD-ROM und für das Internet mit Hilfe der Ersatzteilkatalog-Software CATALOGcreator® erstellt.

 

Pilotpojekt

Nach interner Optimierung der vorgeschalteten Prozesse konnte in 2006 mit der Einführung der neuen Software begonnen werden. Insgesamt waren nur wenige unternehmensspezifische Anpassungen im Ersatzteilkatalogprogramm notwendig, so dass KBA sich die stetige Weiterentwicklung der Standard-Software CATALOGcreator® leicht zu Nutze machen kann.

Die generierten Kataloge lassen sich sofort als PDF-Dokument und/oder als statisches HTML-Format für den CD- und Online-Katalog ausgeben. Eine Aktualisierung der Kataloge ist jederzeit möglich.

Anfang 2007 begann KBA am Standort Radebeul mit dem ersten elektronisch erstellten Katalog-Prototyp für eines der gängigen Druckmaschinen-Modelle. Die Projektingenieure vor Ort testen bereits den neuen CD-Katalog. Anschließend soll auch der erste webbasierte Katalog in die Testphase einbezogen werden.

Technik

Generiert wird der elektronische Katalog aus einer Datenbank, in der alle Grafiken und Stücklisten zentral verwaltet werden. Die Software CATALOGcreator® führt die einzelnen Daten zusammen und verknüpft automatisch Artikelnummern der Stücklisten mit den Positionsnummern in den Grafiken.

Die Modelle und Geometrien aus den 3D-CAD-Konstruktionsdaten werden direkt in 2D-Explosionsgrafiken abgeleitet. Anschließend werden die dabei entstanden SVG-Grafiken in einem Zwischenschritt für die Weiterverarbeitung im Katalogprogramm angepasst. Rafi Boudjakdjian, Projektmanager der TID Informatik GmbH, erläutert den optimierten Workflow und die Besonderheit: „Die Konstruktionsabteilung von KBA setzt UNIGRAPHICS/NX von UGS als CAD-System ein. Die Ableitung der 3D-Modelle aus der Konstruktion erfolgt in das Format SVG und wird nachträglich automatisch über eine Geometrieerkennung für den CATALOGcreator® aufbereitet.“

Fazit

Bisher hatte KBA seinen Vertretungen und Kunden für jede Produktserie den Ersatzteilkatalog als Printversion und PDF-Dokument ausgeliefert. Dank der Ersatzteilkatalog-Software CATALOGcreator® soll zukünftig für jedes individuell konfigurierte Druckmaschinen-Modell ein eigener „intelligenter“ Katalog angeboten werden. Viele nützliche Features wie die grafischen Navigation, Hotspots und Warenkorbfunktion stehen auf CD und im Internet dann zur Verfügung. So lassen sich die benötigten Ersatzteile leicht und zuverlässig im Katalog identifizieren und über die Vertretungen vor Ort nachbestellen.

Tim Hellwig fasst den aktuellen Stand bei KBA zusammen: „Durch die Einführung der Ersatzteil-Software CATALOGcreator® versprechen wir uns ein wesentlich effizienter gestaltetes Ersatzteilwesen. Wir sind nun in der Lage, maschinenspezifische Kataloge zu erstellen, ohne dazu mehr Kapazität aufzuwenden. Mit Herrn Boudjakdjian haben wir außerdem einen Top-Mann als Projektbegleiter, der uns stets sehr kompetent berät und unterstützt.“

Projekt in der Presse:
Indukom 3/07

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