Benninger: 3D-Ersatzteilkataloge mit CATALOGcreator®

Mit individuellen Systemlösungen bietet die Benninger AG ihren Kunden aus der Textilindustrie weltweit beste Voraussetzungen für die Prozessoptimierung in der Textilverarbeitung. Dokumentiert werden die konfigurierbaren Maschinen mit der Software CATALOGcreator® als 3D-Ersatzteilkataloge auf CD-ROM.

 

Benninger AG

Die Benninger AG ist eine internationale Firmengruppe mit Stammsitz in Uzwil/Schweiz und Tochtergesellschaften in Deutschland, Italien, Russland, China, Indien und den USA. Gegründet wurde die Firma für Textilmaschinen bereits im Jahre 1859 und ist seit langem auf dem Weltmarkt etabliert.

In Uzwil erarbeiten heute ca. 650 Mitarbeiter einen jährlichen Umsatz von CHF 240 Mio. Mit dem hochwertigen Fabrikationsprogramm von Webereivorbereitungs- und Textilveredlungsanlagen ist Benninger in der Lage, die Prozesse der Webereivorbereitung sowie der Nassveredlung abzudecken.

Ausgangspunkt

Als Anbieter von individuellen Systemlösungen hat Benninger hohe Anforderungen an die Serviceunterlagen der Maschinen. Die gesamte Dokumentation wurde bisher als Print-Katalog mit dem Programm Frame-Maker erstellt. Dieser Prozess war relativ zeitaufwendig. Um die komplette Dokumentation zeitgleich mit der Auslieferung der Maschinen garantieren zu können, sollten zukünftig elektronische Ersatzteilkataloge im Unternehmen eingeführt werden.

Anforderungen

Die wichtigsten Anforderungen an eine Software für elektronische Ersatzteilkataloge waren:
– Fertigstellung der Dokumentation zeitgleich mit der Auslieferung der Maschine
– Vollautomatisierte 3D-Ableitungen aus den CAD-Konstruktionsdaten
– 3D-Ersatzteilkatalog auf CD-ROM, inkl. Bedienungs- und Wartungsanleitung
– Mehrsprachigkeit u.v.m.

 

benninger1 Lösung

Bereits im Jahre 2003 entschied sich Benninger für die Software CATALOGcreator®. Im ersten Schritt wurden 2D-Kataloge mit dem Programm für elektronische Produkt- und Ersatzteilkataloge generiert.

Der Projektleiter bei der Benninger AG, Reto Gerber, erläutert: „Wir wollten uns aber auch die bereits vorhandenen 3D-Daten aus der Konstruktion zu Nutze machen und diese Modelle sinnvoll in den elektronischen Katalog einbinden.“ So fiel im Jahr 2006 der Startschuss für ein weiteres Projekt mit der TID Informatik GmbH: Die Einführung der 3D-Technologie XVL.

Auf Baugruppenebene können alle Ersatzteile im Benninger CD-ROM Katalog mit Hilfe der XVL-Technologie dreidimensional dargestellt werden. Dies erleichtert die Identifizierung von Ersatzteilen im elektronischen Katalog erheblich.

3D-Technologie: XVL

Um die CAD-Daten aus der Konstruktion in einen webfähigen Katalog integrieren zu können, müssen die grafischen Ausgangsdaten deutlich reduziert werden. Hier schafft die XVL-Technologie von Lattice Technology Abhilfe. Mit der XVL-Technologie gelingt eine hohe Datenkomprimierung ohne Verlust der Anschaulichkeit. Das Datenvolumen kann bis auf 1/250stel des ursprünglichen Datenvolumens komprimiert und damit webfähig gemacht werden.

Hochkomprimierte 3D-Modelle ermöglichen, im Gegensatz zur 2D-Zeichnung oder zum Foto, eine plastische und deshalb realistischere Darstellung technischer Produkte. Die XVL-Animationen sind zudem interaktiv und nicht nur ein bloßer Film.

Bisher wurde die XVL-Technologie hauptsächlich in der Technischen Dokumentation eingesetzt. Mit Hilfe der CATALOGcreator® Software können die erzeugten 3D-Modelle leicht in elektronisch erstellte, webfähige Ersatzteilkataloge eingebunden werden.

Technik

Benninger macht sich diesen Vorteil hochkomprimierter 3D-Modelle durch XVL zu Nutze. Neben den Übersichtsgrafiken zu den Maschinen, die in 2D dargestellt werden, sind alle Baugruppen jetzt dreidimensional im elektronischen Katalog abgebildet. So wird eine bessere Übersichtlichkeit garantiert.

Die Ableitung der hochkomprimierten 3D-Modelle erfolgt vollautomatisch aus den CAD-Konstruktionsdaten, die bei Benninger mit SolidWorks erstellt werden. Die Software CATALOGcreator® führt die grafischen Daten dann mit den Informationen aus dem Warenwirtschaftssystem BRAIN zusammen.

Mit dem CC-XML Data Converter, einem Modul zum strukturierten Einlesen von Daten, erfolgt der automatisierte Export der Stücklistendaten aus dem ERP in den Ersatzteilkatalog. Eine projektspezifische Besonderheit ist, dass ein Autodesk-Produkt (COMPASS) als PLM und EDM-System zusammen mit dem 3D-CAD-Programm SolidWorks bei Benninger eingesetzt wird.

Dank der hohen Flexibilität der CATALOGcreator® Software lassen sich die Daten aus den verschiedenen Software-Umgebungen jedoch problemlos in den elektronischen Katalog integrieren.

Fazit

Die Benninger AG liefert ihren Kunden individuell konfigurierte Maschinen. Seit 2003 hat Benninger bereits einige hundert 2D-Ersatzteilkataloge zu den Textilverarbeitungsmaschinen mit der Katalogsoftware CATALOGcreator® generiert. Die gesamte Dokumentation ist seit 2006 nun auch als dreidimensionaler Katalog auf CD-ROM zu den komplexen Maschinen erhältlich.

Reto Gerber, Projektleiter CAD/PDM, zieht folgendes Resümee:

„Durch den Einsatz des CATALOGcreator® und der 3D-Technologie XVL haben sich für uns vor allem die folgenden Vorteile ergeben:

– die Fehlbestellungsrate geht nahezu gegen Null
– zeitliche Einsparungen bei der Katalogerstellung
– Kostenreduktion bei der Katalogproduktion.“

This entry was posted in Aktuelles, Maschinen- und Anlagebau, News. Bookmark the permalink.