Bühler Druckguss AG – 3D-Ersatzteilkataloge lösen Papier ab

Die Bühler Druckguss AG ist Marktführer bei Maschinen zur Herstellung von Aluminiumdruckguss. Die Ersatzteilkataloge wurden in einem aufwändigen Prozess auf Papier erstellt. Mit der Einführung einer neuen Maschinengeneration, die vollständig im 3D CAD entwickelt wurde, sollte die Erstellung der Ersatzteilkataloge revolutioniert werden. Somit wurden mit dem Projekt zwei Hauptziele verfolgt: Die Ablösung der Papierkataloge und die durchgängige Verwendung der 3D-Daten.

Ausgangssituation

Die bisherigen Ersatzteilkataloge lagen in einer Datenbank Anwendung vor, die Stücklisten und 2D-Zeichnungen enthielten und ständig aktualisiert wurden. Da der Katalog nicht um Bestellfunktionalität erweiterbar war, suchte man nach einer neuen Lösung. Alle Ersatzteildaten sollten über SAP in einer zentralen Datenbank verwaltet und über den Katalog publiziert werden.

Bühler – ein weltweit führendes Technologieunternehmen

Bühler ist der weltweite Spezialist und Technologiepartner für Maschinen, Anlagen und Services zur Getreide- und Nahrungsverarbeitung sowie zur Herstellung hochwertiger Materialien. Das Unternehmen hält führende Marktpositionen in der Mehlherstellung, der Futterverarbeitung sowie der Herstellung von Pasta und Schokolade und im Aluminiumdruckguss.

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Bühler ist in über 140 Ländern tätig und beschäftigt weltweit 7.500 Mitarbeiter. Die globale Serviceorganisation mit 1.500 Mitarbeitern steht den Kunden überall, jederzeit und über den gesamten Lebenszyklus einer Anlage zur Verfügung.

Anforderungen

Die Kunden erwarten von der Bühler Druckguss AG Ersatzteilkataloge, die einfach und intuitiv zu bedienen sind und das schnelle und eindeutige Identifizieren von Ersatzteilen ermöglichen. Wichtig ist, dass jede Maschine einen individuellen Katalog erhält, der zu 100% den ausgelieferten Zustand (as built) repräsentiert.

Mit der durchgängigen Verwendung der Daten und über automatisierte und integrierte Prozesse sollte der Aufwand für die Erstellung der Kataloge auf ein Minimum reduziert werden.

Schutz des geistigen Eigentums steht bei Bühler im Vordergrund, die 3D-Modelle in den Katalogen müssen gegen Missbrauch und Wiederverwendung geschützt sein und es darf damit kein konstruktives Knowhow zugänglich gemacht werden.

Lösung

Als Basis für den Ersatzteilkatalog dient die auftragsspezifische Produktstruktur, die in einer SAP / IBase gespeichert ist.

Die 3D-Modelle werden über einen vollautomatischen, an die 3D-Freigabe gekoppelten Serverprozess in das Format XVL von Lattice Technologies Inc. konvertiert und anschließend ins SAP / PLM eingecheckt. Dadurch stehen die XVL-Modelle allen Berechtigten im Unternehmen auch für andere Zwecke – über den Ersatzteilkatalog hinaus – zur Verfügung. Die enormen Komprimierungsraten der XVL-Technologie auf 0,2 bis 0,5 % der Ausgangsdateigrößen erlauben die perfekte Verwendung der 3D-Modelle auch im Internet. Durch ein ausgefeiltes Sicherheitskonzept der TID Informatik wird verhindert, dass die XVL-Modelle zu mehr als dem bloßen Erkennen von Ersatzteilen benutzt werden können.

Den Kundendienst- und Ersatzteilabteilungen von Bühler stehen die Kataloge weltweit im Intranet zur Verfügung. Die Kunden erhalten den identischen Katalog mit der Maschine auf CD.

Bei der Bühler Druckguss AG war man auf Anhieb vom CATALOGcreator® und der XVL-Technologie begeistert und hat deshalb auf eine zeit- und kostenintensive Evaluation verzichtet.

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Ausblick

Künftig sollen dem Kunden die Kataloge über ein Kundenportal zugänglich sein. In diesen Katalogen sollen die Kunden dynamische Informationen, wie individuelle Preise und Verfügbarkeiten vorfinden.

Ein weiterer Schritt wird die Integration der Schaltpläne in den Ersatzteilkatalog sein.

Fazit

Bei der Bühler Druckguss AG wird ausschließlich die Standardsoftware eingesetzt. Es gab keine zusätzliche Programmierung. Der Einsatz des CATALOGcreator® in Verbindung mit der XVL-Technologie brachte folgende Ergebnisse:

  • Es werden keine Papierkataloge mehr benötigt
  • Der Erstellungsprozess der Kataloge ist nahezu voll automatisiert
  • Durch die direkte Verwendung der Stammdaten aus der Konstruktion wurde die Qualität der Kataloge signifikant verbessert.
  • Die Identifikation der Ersatzteile ist bei den 3D-Modellen wesentlich einfacher als bei den alten 2D-Katalogen.
  • Der Kunde wie auch der Servicetechniker profitiert von den 3D-Modellen, da zum Beispiel die Einbausituation erkennbar ist.

„Mit der TID Informatik haben wir einen innovativen und verlässlichen Partner gefunden, der uns mit seinen Produkten und der Zusammenarbeit weiter bringt. Die komplette Prozesskette nach dem Export der Daten aus SAP wurde in sehr kurzer Zeit und mit wenig Aufwand realisiert. Die Prozesse sind sehr stabil und einfach zu bewältigen. Die Verarbeitungsgeschwindigkeit des CATALOGcreator® bei der Katalogproduktion ist aus meiner Sicht beeindruckend“  berichtet Sacha Düring, Gruppenleiter Dokumentation bei der Bühler Druckguss AG.

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